Paket zur Energiewende als Sicherheitsfaktor für Kärnten

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30. Januar 2024

Die Erdbeben in Kärnten und die potenzielle Gefahr des Atomkraftwerks Krsko in Slowenien rücken die Themen Sicherheit und Energiewende verstärkt in den Fokus der politischen Diskussion. Die ÖVP sieht die Energiewende als unerlässlichen Schritt, um die Sicherheit in Kärnten zu erhöhen und setzt sich für eine Reihe von Maßnahmen ein, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.

Markus Malle, Clubobmann der ÖVP im Landtag, betont die Bedeutung der Energiewende angesichts der jüngsten Erdbebenereignisse: „Atomkraft und insbesondere das Kraftwerk in Krsko haben massive Auswirkungen auf unser Leben in Kärnten.“ Die jüngsten Erdbeben haben die Bevölkerung alarmiert und verdeutlichen die potenziellen Risiken. Angesichts dieser Situation fordert die ÖVP von Slowenien Informationen über mögliche Schäden, Untersuchungen und Reparaturen am Kraftwerk Krsko ein.

Zusätzlich zur Sicherheitsfrage setzt sich die ÖVP für einen beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien in Kärnten ein. Martin Gruber, Landeshauptmann-Stellvertreter der ÖVP, unterstreicht die Notwendigkeit eines konkreten Handelns: „An der Energiewende führt kein Weg vorbei.“ Ein Stufenplan soll die Dynamik im Ausbau erneuerbarer Energien erhöhen, beginnend mit Maßnahmen wie einer Sammelnovelle für schnellere Verfahren und einer neuen Photovoltaik-Verordnung.

Energie-Landesrat Sebastian Schuschnig skizziert die geplanten Maßnahmen zur Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Energieanlagen. Er betont, dass erneuerbare Energien im überwiegenden öffentlichen Interesse liegen sollten, und strebt eine Reduzierung der Bürokratie sowie eine Beschleunigung der Verfahren an.

Gruber hebt die Bedeutung einer neuen Photovoltaik-Verordnung hervor, um den Ausbau von Photovoltaikanlagen zu erleichtern. Er betont die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Sonnenenergie und schlägt vor, Brachflächen wie Schottergruben und Steinbrüche verstärkt für die Stromerzeugung zu nutzen.

Die ÖVP sieht sowohl die Energiewende als auch den Ausbau erneuerbarer Energien als Sicherheits- und Standortfaktoren für Kärnten. Markus Malle warnt davor, dass die Ablehnung der Energiewende gleichzeitig eine Zustimmung zu Atomstrom und somit auch zu Krsko bedeuten würde. Angesichts der Importabhängigkeit Kärntens von Strom, insbesondere in den Wintermonaten, sei ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien von entscheidender Bedeutung.