Kärntens Tischlernachwuchs zeigt, was im Handwerk steckt

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26. April 2026

Wenn sich die besten Tischlerlehrlinge Kärntens messen, geht es um mehr als saubere Schnitte und exakte Verbindungen. Beim Landeslehrlingswettbewerb trafen die stärksten Nachwuchskräfte aus allen neun Bezirken aufeinander – mit dem Ziel, den Landessieger zu küren und Kärnten beim Bundeslehrlingswettbewerb zu vertreten.

Landesinnungsmeister Peter Preinig betonte die Bedeutung dieses Tages:
„Wir haben momentan circa 210 Lehrlinge in unserer Fachgruppe, und die Besten haben wir heute hier – aus allen neun Bezirken –, damit wir den Sieger küren können.“

Der Wettbewerb sei zugleich eine wichtige Vorbereitung auf die nächsten Schritte im Berufsleben:
„Die jungen Leute lernen, sich in einer besonderen Situation selbst zu managen. Auch wenn es einmal nicht so gut läuft, können sie damit sehr gut umgehen, weil sie beim Lehrlingswettbewerb bereits ähnliche Erfahrungen gesammelt haben.“

Der Anspruch ist hoch – und das nicht ohne Grund. Kärnten hat sich in den vergangenen Jahren als starke Tischlerregion etabliert.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in den letzten drei Jahren mit unserem Clemens Reimann dreimal hintereinander den besten Lehrling in Österreich stellen konnten“, erklärte Preinig.

Auch heuer ist das Ziel klar formuliert:
„Wir wollen möglichst gut abschneiden.“

Holz als Werkstoff mit Zukunft

Für Preinig steht fest, warum das Handwerk weiterhin gefragt ist:
„Für mich persönlich ist der Tischlerberuf mein Traumberuf. Es ist wunderschön, mit einem natürlichen Werkstoff zu arbeiten. Holz ist warm, das hat Leben.“

Und mehr noch:
„Wenn man den Baum lesen kann, dann kann man sehen, wo er gewachsen ist.“

Gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit sei Holz kaum zu ersetzen:
„Es gibt keinen nachhaltigeren Werkstoff als Massivholz. Es ist ein Rohstoff, der das CO₂ schon gespeichert hat, bevor er verwendet wird. Unsere Möbel sind sehr langlebig, dadurch haben wir eine sehr gute Bilanz in Sachen Umwelt.“

Holz begleite den Menschen seit Jahrtausenden – und bleibe dennoch modern.

Ausbildung als Schlüssel zum Erfolg

Eine entscheidende Rolle spielt die Ausbildung im Land.
„Wir arbeiten sehr eng mit den Schulen zusammen“, erklärte Preinig und verwies auf die langjährige Struktur der Ausbildung.

Auch persönlich kennt er diesen Weg:
„Ich selbst bin Absolvent der HTL in Villach, habe dort meine Fachschule gemacht und meine Meisterprüfung abgelegt.“

Davon profitieren nicht nur die Betriebe, sondern das gesamte Handwerk:
„Das Kärntner Tischlerhandwerk profitiert von sehr gut ausgebildeten Leuten, die verstehen, mit Holz umzugehen und auf die Wünsche der Kunden einzugehen.“

Der Blick nach vorne

Für die Sieger ist der Wettbewerb nur eine Zwischenstation. Sie vertreten Kärnten beim Bundeslehrlingswettbewerb am 20. und 21. Juni 2026 in der Steiermark.

Dort geht es gegen die besten Nachwuchskräfte aus ganz Österreich – und für Kärnten darum, die starke Serie der vergangenen Jahre fortzusetzen.

 

Landeslehrlingswettbewerb Tischler Kärnten 2026

Lehrlinge in Kärnten: rund 210
Betriebe: ca. 850 (rund 50 % bilden aus)

1. Lehrjahr

Manuel Taferner (Metnitz)
Manuela Strobl (Greifenburg)
Luca Fleißner (Steinfeld)

2. Lehrjahr

Konstantin Gruber (Moosburg)
Vanessa Pichler (Reichenfels)
Adrian Marinovic (Villach)

3. Lehrjahr

Johannes Kogler (Greifenburg)
Emanuel Kriegl (Völkermarkt)
Marcel Kothmaier (Deutsch Griffen)

4. Lehrjahr – Planung

Lisa Strasser (Griffen)
Romeo Weichselbraun (Großkirchheim)
Samuel Pichler (Villach)

4. Lehrjahr – Produktion

Emily Mößler (Greifenburg)
Leon Triebnig (Maria Saal)
Alexander Kraiger (Miklauzhof)

Bundeslehrlingswettbewerb:
20. & 21. Juni 2026, Steiermark