Auf Schleppe Alm entsteht das wohl tiefstgelegene Bergbräu

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11. September 2025

Wenn man in Klagenfurt von einem „Bergbräu“ spricht, dann ist das mit einem Augenzwinkern gemeint. Schließlich entsteht die neue Bierspezialität der Schleppe Brauerei auf der Schleppe Alm, einem ehemaligen Skigebiet, das mit 530 Metern Seehöhe eher als Anhöhe durchgeht. Burggraf Willi Noll von den Stadtrichtern zu Clagenfurth brachte es gleich zu Beginn humorvoll auf den Punkt: „Da muss man schon Humor haben, um von einem Berg zu sprechen.“

Ein Blick hinter die Kulissen

Am 6. September lud die Schleppe Brauerei zum Tag der offenen Tür – eine Gelegenheit, die bei den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern großen Anklang fand. Wer schon immer wissen wollte, wie das Bier vom Sudkessel ins Glas gelangt, bekam in den Hallen der Brauerei eine anschauliche Vorführung. Die Braumeister Matthias Matschek und David Fahrngruber-Biernbaum zeigten den gesamten Prozess vom Brauen bis zum Abfüllen, und das Publikum bekam einen ehrlichen Eindruck davon, wie viel Handwerk in jeder Flasche steckt.

Premiere für das Bergbräu

Im Mittelpunkt des Tages stand die Präsentation des „Schleppe Bergbräu Amber Ale“. Damit setzt die Brauerei ihre Serie an Editionsbieren fort, die vor einem Jahr mit dem Primusbräu begann und seither um Kurvenbräu, Stadtbräu und Seebräu erweitert wurde. „Wir waren heuer bereits dreimal komplett ausverkauft – was sollte uns Besseres passieren?“, erklärte Werner Kresse, regionaler Verkaufsdirektor der Brau Union. Besonders deutlich habe man den Durst der Gäste beim Altstadtzauber gespürt: „Schon am ersten Veranstaltungstag war der Bedarf so groß, dass wir Bier nachliefern mussten.“ Die Nachfrage sei so hoch, dass man inzwischen an die Kapazitätsgrenzen stoße. Für die Zukunft wolle man die Produktion jedoch ausbauen, um den Klagenfurterinnen und Klagenfurtern auch weiterhin frisches Bier bieten zu können.

Bilanz einer Kooperation

Der Tag der offenen Tür bot aber nicht nur die Bühne für ein neues Bier, sondern auch Gelegenheit, die enge Zusammenarbeit zwischen den Stadtrichtern und der Schleppe Brauerei zu beleuchten. Burggraf Willi Noll betonte dabei: „Es hat uns nichts Besseres passieren können. Die Brauerei ist für uns ein aktiver Partner, der sofort reagiert, Veranstaltungen unterstützt und sich gemeinsam mit uns herzeigt. Das ist für uns das Beste, was passieren hat können.“

Auch Werner Kresse unterstrich die Bedeutung dieser Partnerschaft und fand anerkennende Worte: „Wir sind wirklich glücklich über diese Zusammenarbeit. Es ist ein besonderes Gefühl, direkt hier in Klagenfurt zu produzieren, so nah an den Menschen, die unser Bier trinken. Der kurze Weg zum Konsumenten und die Freude, die wir gemeinsam mit den Stadtrichtern bei Veranstaltungen erleben, sind unbezahlbar. Und am Ende zählt natürlich auch, dass das, was im Glas ist, hervorragend schmeckt.“

Geschmackssache

Auf die Frage nach seinem persönlichen Favoriten antwortete Willi Noll diplomatisch, aber nicht ohne Charme: „Im Moment ist es eindeutig das Bergbräu. Aber auch das Seebräu wird zu einem Klassiker, den wir schon bei einigen Gelegenheiten in diesem Sommer dabeihatten. Natürlich ändert sich der Geschmack je nach Saison – im Herbst passt ein Bier mit mehr Körper und Stammwürze einfach perfekt.“

Schleppe Brauerei feiert Tag der offenen Tür und präsentiert ihr neues Amber Ale mit einem Augenzwinkern. Foto: DerHandler

Nach dem Altstadtzauber ist vor dem Stadtgerücht. Mit Anfang des kommenden Jahres laden die Stadtrichter zu Clagenfurth wieder in die Messehalle Klagenfurt ein. Die Schleppe Brauerei bleibt Partner, und Burggraf Willi Noll blickt den kommenden Veranstaltungen voller Freude entgegen. Die Tische beim Stadtgerücht werden schon bald verfügbar sein – ein weiterer Fixpunkt im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt. Zum Schluss meldete sich Wolfgang Repitsch zu Wort, Stadtrichter und Geschäftsführer von Hantermann Österreich. Als Spezialist für Tischkultur und langjähriger Partner der Kärntner Gastronomie unterstrich er die besondere Verbindung zwischen Wirtschaft, Kultur und regionaler Gastlichkeit: „Für uns ist es eine große Freude zusammenzuarbeiten. Tischkultur und Bierkultur gehören in Kärnten einfach zusammen – und gemeinsam gelingt es uns, Veranstaltungen zu schaffen, die sowohl Tradition als auch Innovation verbinden und die Gäste begeistern.“