Es ist dieser Lärm, der keiner ist. Kreischendes Lachen, das durch den Saal schallt, Musik, die ein wenig zu laut eingestellt ist, dazu das Rascheln von Umhängen und das Klackern von Plastikschwertern auf Parkett. Der Kinderfasching im Gemeindezentrum Waidmannsdorf war ein Nachmittag, der sich nicht erklären muss – er funktioniert von selbst.
Zwischen Piratinnen, Polizisten und einer erstaunlichen Zahl an Superhelden wurde getanzt, gehüpft und mit einer Ernsthaftigkeit gespielt, die nur Kinder zustande bringen. Wer hier zusah, merkte schnell: Es geht nicht um perfekte Choreografien oder ein durchgetaktetes Programm. Es geht um Bewegung, Musik und das große Vergnügen, einmal jemand anderes sein zu dürfen.
Veranstaltet wurde der Fasching von der SPÖ Klagenfurt gemeinsam mit den Kinderfreunden. Der Saal war gut gefüllt, die Stimmung gelöst. Während auf der Tanzfläche Polonaisen kreisten und Luftschlangen ihre Bahnen zogen, standen am Rand Eltern beisammen, hielten Becher in der Hand, beobachteten das Geschehen und führten Gespräche – kurze, längere, manchmal unterbrochen von einem Kind, das etwas zeigen oder berichten wollte.
Auch Vizebürgermeister Ronald Rabitsch war vor Ort. Er mischte sich unter die Besucher, suchte das Gespräch mit Eltern und blieb nicht nur für einen Fototermin.
Am Ende bleibt von solchen Nachmittagen kein großes politisches Signal, kein Paukenschlag. Sondern etwas Einfaches: das Gefühl, dass ein Stadtteil funktioniert, wenn Menschen bereit sind, Zeit zu investieren – vor allem für die Jüngsten. Waidmannsdorf hat an diesem Tag genau das gezeigt.





