Das ehemalige Hotel Wörthersee sorgt weiter für Gesprächsstoff in Klagenfurt. Kaum ein anderes Gebäude in der Ostbucht weckt bei so vielen Menschen Erinnerungen – und zugleich Hoffnungen auf eine neue Zukunft. Jetzt meldet sich Stadtplanungsreferent Ronald Rabitsch zu Wort und begrüßt die laufende Diskussion rund um das traditionsreiche Haus.
Rabitsch zeigt sich offen für den Vorschlag der Grünen, das Objekt künftig über einen städtischen Bauträger zu revitalisieren. Für viele Klagenfurter sei das markante Gebäude weit mehr als nur eine Immobilie – es stehe für Geschichte, Sommer am See und ein Stück Identität der Stadt.
„Es ist erfreulich, dass mein Vorstoß zur Gründung eines städtischen Bauträgers nun mit konkreten Ideen wie dem Hotel Wörthersee aufgegriffen wird“, so Rabitsch.
Breite Mehrheit zeichnet sich ab
Die Chancen für einen städtischen Bauträger stehen laut dem Vizebürgermeister gut. Im Stadtsenat fiel bereits ein einstimmiger Beschluss, nun soll auch im Gemeinderat eine breite Mehrheit möglich sein. Ziel sei es, der Stadt wieder mehr Handlungsspielraum zu geben, um wichtige Immobilien zu sichern und sinnvoll weiterzuentwickeln.
Hotel oder Wohnbau? Stadt muss Prioritäten setzen
So groß die Begeisterung für das Hotelprojekt auch ist – Rabitsch mahnt zur Nüchternheit. In den kommenden Wochen müsse die Stadt entscheiden, welche Großprojekte Vorrang haben. Genannt werden unter anderem die Rettung des Wohnprojekts Green Canyon, notwendige Schulsanierungen in St. Peter sowie Maßnahmen für mehr leistbaren Wohnraum.
„Ein Hotelbetrieb mit modernen Seminarräumen direkt am See hat Charme. Aber jede Idee muss auf Wirtschaftlichkeit und nachhaltigen Nutzen geprüft werden“, betont Rabitsch.
Prüfung läuft – Hoffnung bleibt
Ob das ehemalige Hotel Wörthersee tatsächlich vom künftigen Bauträger übernommen und saniert werden kann, ist noch offen. Klar ist aber: Viele wünschen sich ein Haus, das wieder für die Bevölkerung zugänglich ist – und der Region touristisch wie gesellschaftlich neue Impulse gibt.



