Die Räder stehen im Gras, ein paar lehnen am Zaun, andere liegen einfach dort, wo sie abgestellt wurden. Im Hintergrund glitzert der Keutschacher See, davor sitzen Radfahrer, die gerade angekommen sind. Es ist Mittag, und für einen Moment geht es nicht ums Weiterfahren.
Tag vier der Velovista: von Pörtschach über Velden ins Seental und weiter nach Klagenfurt. Rund 50 Kilometer stehen am Programm. Eine Strecke, die sich gut fahren lässt – auch deshalb, weil man immer wieder stehen bleibt. Einer dieser Stopps ist zu Mittag bei Gerti’s Strandbad am Keutschacher See.

Velovista Tourstopp auf der Etappe zum Keutschacher See. Mittagspause im Strandbad. Rad Event in Kärnten. Radfahrer bei der Velovista2026
Dort läuft alles ruhig ab. Räder werden abgestellt, manche setzen sich direkt ans Wasser, andere suchen sich einen Platz im Schatten. Es ist kein Stress da, jeder macht kurz Pause, bevor es weitergeht. Die Organisation im Hintergrund passt, vor Ort wirkt es entspannt.
Gespräch am Seeufer
Während der Pause fällt der Blick auf die vielen Fahrräder im Hintergrund. Genau das greift Joschi auf: Hier gehe es im Grunde ums Radfahren – und genau das bestätigt Karin. Die Velovista finde heuer zum zweiten Mal in Kärnten statt, sagt sie, bei Bedingungen, die kaum besser sein könnten. Sonne, angenehme Temperaturen im April, dazu eine Landschaft, die sich perfekt für solche Etappen eignet.
Das Gespräch zwischen Joschi und Tourguide Karin gibt es übrigens auch als Reel auf der Facebookseite von Erlebnis.net – dort lässt sich der Austausch direkt mitverfolgen.
Im Gespräch wird schnell klar, dass hinter der Tour mehr steckt als nur eine Tagesausfahrt. Gestartet wurde am Sonntag beim autofreien Tag am Wörthersee, die gesamte Velovista dauert acht Tage und endet wiederum bei einem autofreien Tag, diesmal am Ossiacher See. Dazwischen führen die Etappen nicht nur durch Kärnten, sondern auch über die Grenzen hinaus – etwa in Richtung Planica.
Wie die Gruppe unterwegs ist
Auffällig ist die Stimmung unter den Teilnehmern. Karin beschreibt die Gruppe als durchgehend positiv – ohne Jammern, ohne „Tschentschen“, wie man in Kärnten sagt. Selbst wenn das Wetter einmal umschlägt, werde weitergefahren. Diskussionen darüber, ob es zu anstrengend oder zu nass ist, gebe es kaum.
Das deckt sich mit dem Bild vor Ort. Die Leute kommen an, setzen sich, trinken etwas, reden – und steigen später wieder aufs Rad.
Mittag am See
Währenddessen wird gegessen. Kulinarik sei ein fixer Bestandteil der Tour, erklärt Karin. Die Bandbreite reicht von Kasnudeln über Wiener Schnitzel bis hin zu Gulasch, auch vegetarische Optionen sind dabei.
Beim Stopp am Keutschacher See übernimmt das Team von Gerti’s Strandbad die Verpflegung. Teller kommen auf den Tisch, darunter auch klassische Wiener Schnitzel. Nach der Etappe bleibt da kaum etwas übrig. Viele bleiben noch sitzen, bevor sie sich langsam wieder auf den Weg machen.
Weiter Richtung Klagenfurt
Dann sammeln sich die Teilnehmer für die nächste Etappe. Gestartet wird in zwei Gruppen: zuerst die gemütlicheren Radfahrer, rund zwanzig Minuten später folgen die erfahreneren Teilnehmer.
Der Abschnitt durch das Seental gehört zu den ruhigeren Teilen der Strecke. Vier Seen liegen hier nah beieinander, immer wieder öffnet sich der Blick aufs Wasser. Was vom Stopp bleibt, ist kein einzelner Programmpunkt, sondern dieser Moment dazwischen.
Die Velovista funktioniert genau so: fahren, stehen bleiben, weiterfahren.







