50 Jahre Gipfelkreuz auf dem Mittagskogel

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8. September 2014

Mit einer Bergmesse bei der Berta-Hütte wird am Samstag, 20. September, das 50-Jahr-Jubiläum des einst unter großen Mühen errichteten Gipfelkreuzes auf dem Mittagskogel gefeiert.

Das Gipfelkreuz auf dem 2.142 Meter hohen Mittagskogel heute

Das heutige Gipfelkreuz auf dem 2.142 Meter hohen Mittagskogel

Im Mai des Jahres 1964 wurden in der Pfarrkirche Maria Gail acht Burschen in die Katholische Landjugend (KLJ) aufgenommen. Aus diesem Anlass unternahm man anschließend eine Bergtour auf den Mittagskogel und im Rahmen dessen wurde die Idee der Errichtung eines Gipfelkreuzes geboren.

Nach einigen Wochen intensiver Vorbereitung war es dann am 5. Juli soweit, es erfolgte ein erster Aufstieg, dem fünf weitere folgen sollten. Um möglichst zeitintensiv arbeiten zu können, wurden in Etappen Baustoffe (Sand, Zement), Holzschalung, Werkzeuge und sonstiger Bedarf am Vortag auf die Berta-Hütte gebracht, dort genächtigt und dann frühmorgens aufgestiegen. Nicht immer hatte die Gruppe Wetterglück und vor allem Gewitter zwangen sie mitunter zu einem vorzeitigen Abstieg.

Mittagskogel Gipfelkreuz 1964

In fünf Etappen wurden das Kreuz und die Baumaterialien auf den Berg geschafft

Die Organisation des Ablaufes hatte Franz Lux inne, den Bauplan erstellte Alois Kristan und die Bauausführung und Fertigung des Holzkreuzes wurde von Eduard Kristan übernommen. Nicht unerwähnt sollen auch alle Helfer bleiben und es waren erfreulicherweise recht viele: Krautzer Eduard, Krzisnik Anton, Melcher Gerhard und Hans Martin, Reichmann Wilhelm, Hofer Mirko, Gabriel Hans, Gruzei Ernst und Franz, Popotnik Klaus, Dorfer Siegfried, Pürstl Ernst und Kristan Alois.

Es musste buchstäblich alles per Rucksack auf den Gipfel gebracht werden und mit ca. 25 Kilo Material und Werkzeug gab es für jeden genug zu tragen. Die Länge des Holzkreuzes, ausgehend von der Sockelhöhe, betrug 4 Meter und das Gesamtgewicht der Holzkonstruktionca. 100 Kilo. Der Betonsockel wurde mit einer Marmortafel versehen und darauf stand „Dem König der Berge – errichtet von der Kath. Landjugend Maria Gail“.

Die Einweihung des Kreuzes 1964

Die Einweihung des Kreuzes 1964

Am 19. September war es dann soweit, das Gipfelkreuz wurde aufgestellt und mit Spannseilen versehen. Die Gesamtkosten der Errichtung beliefen sich auf rund 2.000 Schilling, finanziert über eine Sammelaktion und einem Zuschuss der Jägergemeinschaft Maria Gail. Die Einweihung des Gipfelkreuzes erfolgte am 27. September durch Pfarrer Richard Kogler und an die 300 Bergfreunde feierten bei gutem Wetter den Gottesdienst mit.

Mittagskogel Gipfelkreuz 1964

Auf dem Sockel stand „Dem König der Berge“

Mit den Jahren begann das Holzkreuz immer mehr unter den extremen Witterungsbedingungen zu leiden und Blitzschläge zerstörten bereits 1973/1974 weitgehend den Längsbalken. Es war also Handlungsbedarf gegeben und wieder waren es Mitglieder der KLJ Maria Gail und sonstige Helfer, die eine Neuerrichtung, diesmal in Metallausführung, in Angriff nahmen.

1978 wurde ein wesentlich größeres Kreuz aus Nirosta-Stahl, gefertigt von Spenglermeister Stefan Willitsch aus Gödersdorf, errichtet, mit der Jahreszahl versehen und am 19. August von Pfarrer Kogler im Rahmen einer Bergmesse neu eingeweiht.

Aber auch dieses Kreuz hielt den Naturgewalten auf dem 2.143 hohen Mittagskogel nicht stand, ein Sturm hat es umgeworfen und so wurde es im Oktober 1983 neuerlich aufgestellt. Eine Bergsteiger-Interessensgemeinschaft aus dem Raum Drobollach unter der Leitung von Robert Schwarz hat das Kreuz in ein tieferes Fundament gestellt und es ist zu hoffen, dass es den Stürmen der Zeit weiterhin trotzt.

Die Bergmesse zum 50-Jahr-Jubiläum des Gipfelkreuzes wird am Samstag, 20. September 2014, um 10 Uhr mit Pfarrer Richard Kogler gefeiert.


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