Vespa, amore mio!

Gepostet von
6. Juni 2017

Dieses Pfingstwochenende galt der Wörthersee als Mekka der Zweiräder. Von originellen Harleys, über eigensinnige Vespas, zu schweißbetriebenen Fahrrädern war alles vertreten. Bis auf Letzteres lautete die Devise Erscheinen oder Weinen! Für mich stand nur eine Sache zur Auswahl – nämlich dem Ruf der Vespa zu folgen.


Im Zuge der Vespa Days die heuer das erste Mal in Pörtschach stattfanden, liebäugelte ich bereits online mit einer Primavera 125 und konnte mein Glück kaum fassen, als sie im Licht der Sonne blau glänzend vor mir stand. Natürlich habe ich mir nicht gleich für diesen Anlass eine Vespa gekauft – Nein, dank Mario Kriegl vom Vespa Hospiz in Krumpendorf konnte ich mir das Gefühl vom eigenen Motorroller kurzzeitig erhaschen. Seine alten Roller sind alle in tadellosem Zustand mit Originallack und ganz eigener Geschichte.


Ich schenkte mein Herz einer alten, römischen Dame – startete den Zweitakt-Motor und knatterte Richtung Pörtschach. Nach der Anmeldung im Vespa Village und einer kurzen Fahrerbesprechung folgte die Wörthersee-Rundfahrt mit Hunderten von Gleichgesinnten aus den unterschiedlichsten Regionen. Verschiedene Clubs aus Südtirol, der Wachau oder Individualisten aus Italien und Österreich boten sich ein motorisiertes Stelldichein entlang des Sees.


Erst jetzt wurde mir der Kult um mein Gefährt so richtig bewusst. Diese Leichtigkeit und das Gefühl von Freiheit und Freude, die einen da plötzlich überkommt, hat direkt Ansteckungspotenzial. Die Vespa-Segnung in Maria Wörth sorgte für das Einswerden meiner (leider ausgeliehenen) Vespa und mir. Beim letzten Zwischenstopp in Velden konnte ich mich unter die Leute mischen, den gesegneten Geist in einem gemeinsamen Gespräch entfachen und in der herrlichen Kulisse vorm Schlosshotel über die Gastfreundlichkeit der Kärntner sprechen, ehe wir das Ende der Fahrt miteinander bestritten.

In den vier Tagen organisierte der neu gegründete Vespa-Club Pörtschach eine Reihe von traumhaften Ausfahrten und ein Abendprogramm für jeden Geschmack. Von meiner Ausfahrt am Sonntag abgesehen, winkten eine Senza Confini Tour mit Jausenempfang in Tarvis und eine Fahrt zum Pyramidenkogel. Der Monte Carlo Platz bot sich dabei immer wieder als Bühne des nächtlichen Geschehens. Insgesamt wurden über 500 Fahrer gezählt, sodass eine Wiederholung im nächsten Jahr bereits feststeht.

Ich hoffe, dass ich bis dahin selbst Eigentümer einer Vespa geworden bin und dem Zauber am See weiterhin erliege.

SAVE THE DATE:

Vespa Days 2018
von 31. Mai. bis 3. Juni. 2018