In der Römerhöhle von Möllbrücke

Gepostet von
12. November 2015

Cut! Nicht nur beim Film gibt es unveröffentlichte Szenen, sondern auch in Büchern. 

Gold in ÖsterreichVon Georg Lux (Text) und Helmuth Weichselbraun (Fotos)

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Schon gar nicht die Arbeit an einem Buch über Gold. Zwei lange, lustige, aber manchmal auch recht anstrengende Jahre sind wir für „Gold in Österreich – Eine Schatzsuche“ in der Alpenrepublik unterwegs gewesen. Das Ergebnis liegt seit November 2015 in gedruckter Form vor. Wie bei einem Film hat es aber nicht unser ganzes Material in das fertige Werk geschafft. Einige Szenen sind dem strengen Urteil unserer lieben Lektorin zum Opfer gefallen.

Gestrichen wurde zum Beispiel diese Schilderung einer wahren (!) Begebenheit in Möllbrücke in Kärnten:

Der Fotograf hatte Informationen über eine angebliche Römerhöhle gefunden, die Reisenden in der Antike als sicherer Zufluchtsort am Ufer des Möll-Flusses gedient haben soll. Bei unserem Lokalaugenschein stellte sich heraus, dass es eine in der Tat absolut sichere Location ist: Wer in die Römerhöhle gelangen will, muss zunächst ein etwa sechs Meter hohes Steilstück hinaufklettern. Oben angekommen, entpuppt sich die Höhle als Menschenwerk. Es handelt sich wohl um einen irgendwann in den vergangenen 2000 Jahren in den Berg getriebenen Versuchsstollen.

Blick aus der sogenannten Römerhöhle

Blick aus der sogenannten Römerhöhle

Die Suche nach Bodenschätzen endete hier wahrscheinlich ebenso ruhmlos wie unsere Recherche. Einziger Höhepunkt war ein Ausrutscher des Fotografen beim Abstieg, nach dem er – sich mit beiden Händen an einem schrägen Baumstamm festklammernd – plötzlich drei Meter über den Erdboden schaukelte. Leider musste ich ihn umgehend aus seiner misslichen Lage befreien. Anderenfalls hätte ich natürlich die Situation natürlich umgehend mit meiner Handykamera für die Ewigkeit, die Familie des Fotografen sowie diverse Lichtbildvorträge festgehalten. Um für Nachahmer nicht die Verantwortung übernehmen zu müssen, verzichten wir in diesem Zusammenhang auf genauere Ortsangaben. Glauben Sie uns: Dieses Abenteuer lohnt sich nicht.

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Weitere unveröffentlichte Passagen folgen. Der Rest steht im Buch.

😉

Das Buch

„Gold in Österreich – Eine Schatzsuche“ von Journalist Georg Lux und Fotograf Helmuth Weichselbraun ist im November 2015 im Verlag Styriabooks erschienen. Über die Entstehungsgeschichte und weitere Projekte informiert das Duo hier im Blog und auf seiner Facebook-Seite.

Helmuth Weichselbraun (links), Georg Lux

Helmuth Weichselbraun (links), Georg Lux

Die Autoren

Georg Lux, geboren 1974, ist Newsdeskchef der Kleinen Zeitung in Klagenfurt und Blogger. Als Journalist entdeckt der Villacher seit mittlerweile mehr als 20 Jahren verbotene Orte, zunächst als Polizeireporter bei „täglich ALLES“ in Wien, später für die Kleine Zeitung in Kärnten, als Chefredakteur der Gratis-Tageszeitung „ok“ in Graz und als Autor für den WIENER. Er hat mehrere Sachbücher verfasst, 2013 – ebenfalls bei Styriabooks „Kärntens geheimnisvolle Unterwelt – Höhlen, Stollen, verborgene Gänge“.

Helmuth Weichselbraun, geboren 1972, hat nach seiner Fotografenlehre die Meisterprüfung in Innsbruck absolviert und führt seit 2000 das Fotostudio www.fotoquadr.at in Wernberg. Als Redaktionsfotograf für die Kärntner Kleine Zeitung hat er den Untergrund kennen, lieben und ausleuchten gelernt. Er fotografierte mit einer eigens dafür entwickelten Technik auch schon „Kärntens geheimnisvolle Unterwelt“.

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