Urlaubsglück im Netz: Begegnungen mit Hecht, Reinanke und Co

Gepostet von
10. Mai 2016

Vor tausend Jahren legten die Benediktinermönche vom Stift Millstatt ihre Schwebenetze im See aus, um Renke, Hecht und Co an Land zu holen. Hunderte Jahre später ruderten die K.u.K. Hoffischer im Auftrag des Kaisers aufs Wasser hinaus, um frischen Fisch für den Hof in Wien und die Residenz in München zu fangen. Das seit mehr als hundert Jahren vererbte Fischereirecht teilen sich heute vier Familien am Millstätter See, alle auch erfolgreiche Hoteliers. Als „Reinankenwirte“ bewahren sie die Tradition der Netzfischerei und machen die silbernen Schätze aus dem See für Gäste erlebbar. Klassisch zubereitet, aber auch neu interpretiert setzen sie den Fisch kulinarisch in Szene und servieren die Spezialitäten auf ihren aussichtsreichen Sonnenterrassen rund um den See.

Während der Fischer gemeinsam mit seinen Gästen Reinanken und Hechte aus der Tiefe hebt, erzählt er Geschichten und Anekdoten rund um die Fischereitradition. Foto: Kärnten Werbung, Sam Strauss

Während der Fischer gemeinsam mit seinen Gästen Reinanken und Hechte aus der Tiefe hebt, erzählt er Geschichten und Anekdoten rund um die Fischereitradition. Foto: Kärnten Werbung, Sam Strauss

Seit wenigen Wochen haben die Petrijünger am Millstätter See wieder Saison und ziehen täglich Renken, Hechte, Barsche und Waller aus dem Wasser. Eine besondere Spezialität vom Millstätter See ist die Reinanke – ein sehr sensibler Fisch, der nur im saubersten Seewasser lebt und sich nicht züchten lässt. Dank seiner naturbelassenen Ernährung ist der Fisch besonders zart, schmackhaft und reich an Omega-3-Fettsäuren.

Privileg mit Verantwortung

Zur Fischerei gehört heute weit mehr als nur ein guter Fang: Die Reinankenwirte tragen das Privileg des Fischereirechts mit Verantwortung. Sie behalten die Schonzeiten und Fangquoten stets im Auge und fischen nur so viel ab, wie sie wirklich täglich brauchen. Außerdem kümmern sie sich intensiv um die Erhaltung und die Pflege des wilden Reinankenbestands am Millstätter See.

Die Boote im Visier

Beobachten, wie die Ruder der Holzboote zarte Linien über den spiegelglatten See zeichnen und wie sich das Wasser hinter den Booten verspielt kräuselt, dazu bieten zahlreiche Seeterrassen rund um den See Gelegenheit. Besonders am Morgen bieten sie stimmungsvolle Logenplätze, um das Schauspiel auf dem See aus der ersten Reihe zu bestaunen. Umgeben von einer Duftwolke von frischem Bauernbrot, würzigem Speck und geröstetem Kaffee schauen die Besucher  den Fischern dabei zu, wie sie sachte die Schwebenetze einholen.

Mein erster Fang

Wer sich selbst als Petrijünger versuchen möchte, steigt mit Berufsfischer Georg Dabernig ins Boot und schwingt das Ruder. Während er gemeinsam mit seinen Gästen Reinanken und Hechte aus der Tiefe hebt, erzählt er Geschichten und Anekdoten rund um die Fischereitradition am Millstätter See. Der frische Fang wandert danach in die Kochtöpfe der umliegenden Restaurants oder findet, von den Kindern ausgiebig bestaunt, den Weg zurück ins kühle Nass.

Der frische Fang wandert in die Kochtöpfe der umliegenden Restaurants oder findet, von den Kindern ausgiebig bestaunt, den Weg zurück ins kühle Nass. Foto: Kärnten Werbung, Sam Strauss

Der frische Fang wandert in die Kochtöpfe der umliegenden Restaurants oder findet, von den Kindern ausgiebig bestaunt, den Weg zurück ins kühle Nass. Foto: Kärnten Werbung, Sam Strauss

Wer Fisch aus dem Millstätter See mit nach Hause nehmen möchte, stattet der Seefischerei Brugger in Millstatt am See oder den Wochenmärkten in Spittal, Villach und Klagenfurt einen Besuch ab. Auch die Greißlerei, ein Feinkostladen samt gemütlicher Imbissstube in Millstatt am See, bietet die schmackhaften Schätze aus dem See zum Verkauf an.

Package „Fangfrisch – die Tradition des Netzfischens“:

  • Morgendliches Netzfischen am Millstätter See
  • Geführte Tour im Motorboot und gemeinsames Netzfischen am Millstätter See, anschließendes Frühstück im Hotel Die Forelle**** in Millstatt
  • Geeignet für Kinder ab 3 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen (max. 5 Personen)
  • Termine immer sonntags (3. Mai bis 27. September 2016)
  • Start 06:30, Dauer ca. 2 Stunden

buchbar zu 29 Euro für Erwachsene (bzw. mit Millstätter See Inclusive Card MIC 19 Euro), Kinder von 3 bis 15 Jahren 25 Euro (bzw. mit Millstätter See Inclusive Card MIC 15 Euro)

Reservierung ab 48 Stunden im Voraus im Infocenter Millstätter See, info@millstaettersee.at, T.: +43 (0) 4766 3700-0


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