Salzburger Bräuche während der Adventszeit

Gepostet von
1. November 2013

Im SalzburgerLand gibt es zur Weihnachtszeit einiges zu entdecken und zu erleben. 

Stadt Salzburg Advent. Foto: Tourismus Salzburg

Stadt Salzburg Advent. Foto: Tourismus Salzburg

4. Dezember – Blühende Kirschzweige als Zeichen der Fruchtbarkeit
Als Patronin der Bergleute und in ihrer Darstellung mit Turm und Schwert hat die Heilige Barbara eine wichtige Bedeutung im SalzburgerLand. Viele SalzburgerInnen stellen am 4. Dezember Kirschzweige in die Wohnung oder ins Haus. Wenn man Glück hat, öffnen diese bis zum Weihnachtsfest ihre Blüten und werden als Zeichen der Fruchtbarkeit gedeutet.

5. und 6. Dezember – Krampus und Nikolaus
Der Heilige Nikolaus ist ein Gabenbringer, der an den Tagen rund um den 6. Dezember anzutreffen ist. Gekleidet mit Bischofsmütze und Hirtenstab kommt er ins Haus, um die Kinder danach zu befragen, ob sie artig gewesen sind. Wird dies bejaht und obendrein ein Gedicht aufgesagt, dürfen sich die Kleinen über ein „Nikolaussackerl“ voll Naschereien, Mandarinen und kleinen Überraschungen freuen. Oft wird der Nikolaus von Krampussen begleitet. Krampus ist der Name für den wilden und zotteligen Begleiter des Heiligen Nikolaus. Beim Krampuslauf ziehen die Verkleideten unter lautem Lärm ihrer Glocken und mit langen Ruten in der Hand durch die Straßen.

Das Kindlein in der Krippe – zum Kripperlschauen
Neben dem Christbaum ist auch die Weihnachtskrippe ein typisches Symbol des Weihnachtsfestes. Im SalzburgerLand erinnern die kleinen Herbergen eher an kleine Almhütten, die oft von begeisterten Bastlern in liebevoller Kleinarbeit erstellt werden. Viele sind echte Kunstwerke, die in der Adventszeit in den Kirchen besichtigt werden können.

„Frisch- und g’sund-Schlagen“
Das hauptsächlich im Lungau am Unschuldigen-Kindl-Tag (28.12.) übliche glückbringende Schlagen mit einer Birkenrute (auch Pisna-Gehen genannt) soll Segen bringen. Im Lungau heißt es hier zum Beispiel: “Frisch und g‘sund, frisch und g‘sund, a freudenreichs, glückseligs neues Jahr und a Christkindl mit an kraustn Haar. Nöt klusn (jammern) und nöt klagen, bis i wieder kimm z’ schlagen.”

Drei Donnerstage vor Weihnachten – Klöpfelnächte und Anglöckler
Die drei Donnerstage vor Weihnachten werden die „heiligen Klöpfelnächte“ genannt und beziehen sich auf Christus und die Eucharistie. An diesen Abend ziehen die Anglöckler oder Klöckler von Haus zu Haus. Sie sind in traditionelle Kleidung gewandet und tragen Stöcke und Laternen mit sich. Wer ihnen die Tür öffnet, wird mit Gesang und Gedichten belohnt.

Frautragen und Herbergsuche im Advent
Der Brauch des Frautragens gehört wie die Herbergssuche zu den Bräuchen der Ankündigung des Weihnachtsfestes. Die Gestalt Mariens in Erwartung oder ein Herbergsbild wird von Haus zu Haus getragen. Dort wird eine Andacht mit vorweihnachtlichen Gesängen und Gebeten abgehalten. Der Besuch des Frauenbildes bedeutet Schutz und Segen. Speziell im Pinzgau existieren noch viele private „Frauentafeln“, teils Originale aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Raunächte – Rauchen, beten und keinesfalls Wäsche waschen
Zwölf Raunächte kennt man im SalzburgerLand: Sie beginnen mit dem Tag zwischen Thomas (21. Dezember) und enden zu Dreikönig (6. Januar). An diesen Tagen geht – so die Legende – die Percht um. Viele pflegen bis heute diesen Brauch: Mit der Rauchpfanne zieht man durchs Haus und durch die Stallungen und über den Hof: Oftmals wird das „Räuchern“ dadurch ergänzt, dass man Weihwasser sprengt oder den Rosenkranz betet.

 


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